Ein Ort zum Wachsen: Soziale Gruppenarbeit in Althengstett eröffnet

„Jedes Kind braucht mindestens einen Erwachsenen, der an es glaubt.“ Mit diesem Leitspruch begrüßte die neue Soziale Gruppenarbeit (SGA) in Althengstett am vergangenen Freitagnachmittag ihre Gäste zur feierlichen Eröffnung. Im Herzen der Gemeinde, in den Räumlichkeiten eines ehemaligen Kindergartens, wurde in den vergangenen Monaten mit viel Engagement an der Einrichtung des neuen Angebots gearbeitet. Die Trägerschaft der Hilfe zur Erziehung übernimmt künftig die Waldhaus gGmbH aus Hildrizhausen.

„Unser Konzept der Sozialen Gruppenarbeit bietet Kindern im Alter von sechs bis 14 Jahren, die in belastenden Lebenssituationen aufwachsen, einen zusätzlichen Lebensort für individuelle Förderung und persönliche Entwicklung“, erklärt Annette Leiter-Sautter, Bereichsleitung für ambulante und teilstationäre Hilfen. „Wir freuen uns sehr, Kindern im Landkreis Calw nun auch dieses Angebot machen zu können.“ Ähnliche teilstationäre Einrichtungen betreibt das Waldhaus bereits seit vielen Jahren erfolgreich in Herrenberg und Leonberg. „Wir beziehen die Eltern gezielt mit ein und möchten jedem einzelnen Kind vermitteln: Du bist wundervoll – vergiss das nicht!“
 
Auch Georg Pfeiffer vom Kreisjugendamt Calw sowie Bürgermeister Klahm zeigten sich erfreut über die offizielle Eröffnung und betonten in ihren Grußworten die Bedeutung dieses sozialpädagogischen Angebots. „Die Soziale Gruppenarbeit ist im Landkreis Calw eine zentrale Säule der ambulanten Angebote in der Kinder- und Jugendhilfe“, erklärt Georg Pfeiffer. „Der positive Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder ist so groß, dass immer wieder auch junge Erwachsene nach vielen Jahren in die Gruppe zurückkommen und über ihre damaligen Erlebnisse berichten und sprechen wollen.“ Dreimal pro Woche erhalten die Kinder in der Gruppe Unterstützung dabei, ihre Problemlagen zu bewältigen, ihre Kompetenzen zu stärken und ihre Persönlichkeit weiterzuentwickeln.
 
„Die Gemeinde Althengstett freut sich, dass mit der Waldhaus gGmbH ein in der Jugendhilfe erfahrener und kompetenter Partner gewonnen werden konnte und die Soziale Gruppenarbeit am Standort Althengstett, in enger Kooperation mit unseren Schulen, zum Wohl unserer Kinder weitergeführt werden kann“, unterstreicht Bürgermeister Rüdiger Klahm. „Die Übernahme der Waldhaus gGmbH ist für die Gemeinde Althengstett und für den Landkreis Calw ein Gewinn.“
 
 „Wir sind stolz, mit der Sozialen Gruppenarbeit in Althengstett gemeinsam mit dem Jugendamt und der Gemeinde ein erstes Angebot der Hilfen zur Erziehung vor Ort geschaffen zu haben“, sagt Waldhaus-Geschäftsführer Philipp Löffler. „Wir schaffen für junge Menschen und ihre Familien einen stabilen und sicheren Rahmen – und damit eine gute Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben.“
 
Als die Kinder schließlich feierlich das rote Band vor den Gemeinschaftsräumen durchschnitten, war allen Anwesenden klar: Dieser Ort in Althengstett wird ein ganz besonderer sein.