Das Waldhaus trauert um Herbert Appelrath, der am 15. Oktober 2026 im Alter von 76 Jahren plötzlich und unerwartet verstorben ist.
Bereits vor 1980 war Herbert Appelrath als Lehrer im Waldhaus tätig. Nach einer Unterbrechung, in der er Sozialpädagogik studierte, kehrte er 1984 als Sozialpädagoge in den Gruppendienst zurück. Über mehr als zwei Jahrzehnte begleitete er dort zahlreiche junge Menschen auf ihrem oftmals schwierigen Weg ins Erwachsenenleben.
Herbert hatte eine besondere Gabe, Zugang zu Kindern und Jugendlichen zu finden. Mit seinem großen Einfühlungsvermögen, seiner Gelassenheit und nicht zuletzt mit einem lockeren Spruch zur richtigen Zeit gewann er ihr Vertrauen. Gerade in schwierigen Situationen und Krisen bewies er viel Fingerspitzengefühl und pädagogisches Geschick. Bei den Jugendlichen war er ebenso beliebt wie bei seinen Kolleginnen und Kollegen.
Unvergessen bleiben auch die vielen Freizeiten, die er mit großem Engagement begleitete. Seine enge Verbundenheit mit dem BC Waldhaus zeigte sich besonders in seiner Leidenschaft für den Handball. Mit Jugendlichen baute er eine eigene Handballgruppe im BCW auf und schuf damit ein weiteres Stück Gemeinschaft, das weit über den pädagogischen Alltag hinausreichte.
Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit lag in der schulischen Förderung. Über 30 Jahre bereitete Herbert im Rahmen von ProWerk unzählige junge Menschen auf die externe Schulfremdenprüfung vor. Vor allem in der Mathematik verstand er es, Wissen verständlich zu vermitteln, Mut zu machen und auch jenen Jugendlichen Erfolgserlebnisse zu ermöglichen, die zuvor wenig Vertrauen in ihre schulischen Fähigkeiten hatten. Für viele war der erfolgreiche Schulabschluss ein entscheidender Schritt in eine bessere Zukunft.
Herbert Appelrath war ein Pädagoge mit Herz, Humor und einer bemerkenswerten Nähe zu den jungen Menschen. Er verkörperte auf seine ganz persönliche Art das, wofür das Waldhaus steht: jungen Menschen Chancen eröffnen, sie auch in schwierigen Lebenssituationen nicht aufgeben und ihnen mit Respekt und Menschlichkeit begegnen.
Mit Herbert verlieren wir nicht nur einen langjährigen und geschätzten Mitarbeiter, sondern auch einen Weggefährten, der das Waldhaus über Jahrzehnte mitgeprägt hat. Was bleibt, sind die Erinnerungen an viele gemeinsame Jahre, sein Humor und die Spuren, die er im Leben unzähliger junger Menschen hinterlassen hat.
Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Frau Jutta, seiner Familie und allen, die ihm nahestanden.
Wir werden Herbert in großer Dankbarkeit und herzlicher Verbundenheit in Erinnerung behalten.
Im Namen der Waldhaus Jugendhilfe
