Jahresrückblick Jugendberufshilfe
Zahlen & Fakten
Zahlen, Daten & Fakten zum aktuellen JBH-Team
- Im Fachbereich „Jugendberufshilfe“ arbeiten aktuell
28 Frauen und 12 Männer. - 40 Mitarbeiter:innen in Vollzeit und Teilzeit = 26 Vollzeitstellen.
- Wir sprechen viele Sprachen: Albanisch, Arabisch, Punjabi, Hindi, Russisch, Polnisch, Französisch, Italienisch, Englisch, Sächsisch und Schwäbisch …
Anzahl der Teilnehmenden an verschiedenen JBH-Projekten:
- 1.346 Personen insgesamt,
- davon 548 Fälle im Einzelsetting sowie
- 155 Familien und 640 Klient:innen im Gruppensetting
Anzahl der Personen, die von uns weitervermittelt wurden bzw. noch werden:
- Arbeit (58 Personen) und Ausbildung (34 Personen)
- Praktikum (42 Personen) oder FSJ BFD (11 Personen)
- Maßnahme des Jobcenters oder der Agentur für Arbeit (43 Personen)
- Gesundheitsfördernde Maßnahmen (Klinik, Kur oder Reha) (25 Personen)
- Ein anderer Rechtskreis, wie etwa Eingliederungshilfe (44 Personen)
- Schulbesuch mit Schulabschluss (38 Personen)
- Übergang 2026 (310 Personen)
Camino
„Mit JUVENTUS auf neuen Wegen!“
Das Waldhaus-Projekt „Camino“ wird mit JUVENTUS und in Kooperation mit dem Jobcenter und der Agentur für Arbeit Böblingen durchgeführt. Es bietet ausbildungssuchenden jungen Menschen zwischen 18 und 30 Jahren, die bereits zum Kundenkreis des Jobcenters zählen, eine niederschwellige Möglichkeit, um wertvolle Auslands- und Berufserfahrungen für den weiteren Weg ins Berufsleben vor Ort in Spanien oder Griechenland zu sammeln.
Mit der gewonnenen Motivation, dem frischen Schwung und den praktischen Kenntnissen aus dem Auslandspraktikum können sie im Anschluss ihre eigene berufliche Zukunft aktiv ausgestalten. Durch die Teilnahme am Projekt „Camino“ werden in erster Linie zentrale Schlüsselkompetenzen wie Selbstständigkeit, soziale Kompetenz und eine klare berufliche Orientierung gestärkt und damit die Integrations- und Vermittlungschancen der Teilnehmenden in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt nachhaltig verbessert.
Das Waldhaus-Projekt „Camino“ wird im Rahmen des Programms „JUVENTUS: Mobilität stärken – für ein soziales Europa“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) sowie durch die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds „Plus“ (ESF „Plus“) finanziert. Die Teilnahme am Projekt wird vollständig gefördert, die Motivation für einen Auslandsaufenthalt mit Praktikum und die Lust auf neue Erfahrungen werden als Teilnahmebedingungen vorausgesetzt. Das Angebot der Waldhaus-Jugendberufshilfe richtet sich an junge Erwachsene aus dem Landkreis Böblingen, die bereits Kunden des Jobcenters oder der Agentur für Arbeit sind.
Die „Camino“-Projektphasen im Überblick
- Vorbereitung:
Sprachtraining, interkulturelle Workshops und Berufsorientierung helfen dabei, Motivation und Zielklarheit zu stärken.
- Auslandsaufenthalt:
Mehrwöchige Praktika in europäischen Betrieben, Sprachtraining und Reflexion mit den Projektmitarbeitenden sowie dem transnationalen Partner ermöglichen praxisnahes Lernen und persönliche Entwicklung.
- Nachbereitung:
Reflexion, Bewerbungstraining und Beratung helfen, die neuen Erfahrungen in konkrete Zukunftsschritte zu übersetzen.
„Was habt ihr in eurem Praktikum gelernt, von dem ihr glaubt, dass es euch für eure berufliche Zukunft in Deutschland weiterbringt?
- „Selbstbewusst sein dafür, dass ich jetzt in einem fremden Land arbeite. Das kann mir in meiner Ausbildung weiterhelfen, wenn ich schlechte Phasen habe.“
- „Dass Kommunizieren wichtig ist, um die Aufgaben klar zu erledigen.“
- „Auch wenn die Aufgabe über mehrere Stunden geht, positiv bleiben.“
- „Abläufe merken und sicher wiederholen.“
- „Durchhalten: Auch weitermachen, wenn es mal langweilig oder monoton ist und wenn ich keine Lust mehr habe.“
- „Auf Kollegen zugehen, wenn etwas unklar ist. Auch generell weniger Angst zu haben, mit Leuten zu reden.“
Ausgewählte Antworten von Jugendlichen bzw. von JBH-Mitarbeitenden aus den JBH-Projekten BAAN, Prowerk, YOLO, VAMOS
„Wie kann ein gutes Miteinander gelingen?“
- „Ich erwarte Respekt und Verständnis. Ich möchte das Gefühl haben, Kritik äußern zu können.“
- „Die Grenzen der Mitmenschen spüren und wahren!“
- „Ich löse Konflikte mit Warten.“
- „Ich behandle alle Menschen so, wie ich behandelt werden möchte.“
- „Miteinander teilen.“
„Wodurch kann man zeigen, dass man andere respektiert?“
- „Man hört aufmerksam zu. Man spricht mit dir auf Augenhöhe. Du hast das Gefühl, dass deine Meinung zählt.“
- „Ich denke über Situationen nach und wenn ich einen Fehler gemacht habe, versuche ich, es wieder gut zu machen.“
- „Fairness, Namen richtig aussprechen, anderen auch mal Vorrang geben. Vorsichtiger Umgang.“
- „Unterschiede akzeptieren und Verständnis zeigen, nicht vorurteilshaft handeln.“
- „Grenzen offen kommunizieren und sie respektieren; aufhören, wenn man darum gebeten wird.“
- „Wenn meine Sexualität akzeptiert und respektiert wird.“
- „Wenn meine Betreuer mein Tempo annehmen.“
„Wann fühlst Du Dich willkommen oder gesehen?“
- „Wenn ich freundlich aufgenommen werde und freundlich begrüßt werde. Wenn man uns zuhört oder wenn man Kritik äußern darf und das ernst genommen wird.“
- „Wenn man Verständnis für mich und meine Situation hat und wenn man mich auch an schlechten Tagen annimmt.“
- „Ich kann so sein, wie ich bin!“ | „Schwäche zeigen ist okay!“
- „Beim Zeigen von Interesse und Respekt. Offenheit für Meinungsunterschiede und Unterschiede.“
- „Wenn man sich grüßt und wenn man gefragt wird, ob man z.B. mitspielen mag.“
- „Wenn mein Gegenüber aufmerksam ist und man angelächelt wird.“



