Jahresrückblick kommunale Jugendsozialarbeit
Engagement, Haltung, Vielfalt und Demokratie
Unsere Arbeit und unser Engagement in der Kommunalen Jugendsozialarbeit an 15 kommunalen Standorten stehen für Vielfalt, Toleranz, Pluralität und Demokratie. Diese Haltung ist nicht bloß ein abstraktes Leitbild, sondern sie prägt unser Handeln in der täglichen Praxis und richtet sich klar gegen Rassismus, Extremismus, Diskriminierung und gegen jede Form von Menschenfeindlichkeit. Das bedeutet für uns ganz konkret, dass wir die Vielfalt und die Unterschiedlichkeit von Menschen anerkennen, schützen und als Stärke begreifen.
Überregionale Projekte
Schönbuchlichtung
Juleica-Schulung für die Schönbuchlichtung
Anfang April 2025 war es wieder so weit: Beim jährlichen Juleica-Ausbildungswochenende des Waldhauses beschäftigten sich insgesamt 21 Jugendliche und junge Erwachsene bei bestem Wetter mit verschiedenen Themen aus der Jugendarbeit – von Jugendschutz bis hin zu erlebnispädagogischen Elementen. Diesmal waren wir zu Gast im Jugendhaus „NEON“ in Weil im Schönbuch.
Das Jugendreferat bietet jedes Jahr die Möglichkeit, die Juleica durch eine Ausbildung mit insgesamt 30 Stunden zu erwerben. Davon entfallen bereits 15 Stunden auf das Ausbildungswochenende. Die verbleibenden 15 Stunden können jeweils nach individuellen Interessen und Schwerpunkten durch verschiedene Module ergänzt werden.
Die Jugendleiter-Card (Juleica) ist ein bundesweit einheitlicher Ausweis für ehrenamtlich Engagierte in der Jugendarbeit. Sie dient auch als Legitimation und als Nachweis über die absolvierten Qualifikationen.
Unser großes WH-Präventionsprojekt „How to be real!“
In unserem interkommunalen Jahresprojekt „How to be real“ setzten sich sehr viele Jugendliche bei unseren Aktionen und Veranstaltungen in den unterschiedlichsten Settings mit vielen Fragen rund um ihr Aufwachsen, ihre persönliche Entwicklung, ihre Suche nach der eigenen Identität auseinander. Es ging dabei um mögliche Vorbilder, „Role Models“ und große Persönlichkeiten – alles in allem war das Projekt so vielfältig und so unterschiedlich, wie wir Menschen nun mal sind. „Es gibt weder richtig oder falsch, BUNT eben!!“
„How to be real“: Veranstaltungen und Aktionen
„How to be real“:
Storytelling- und Breakdance-Workshop im Jugend- und Kulturzentrum W3
Am 6. Februar fand die erste HTBR-Jugendhausaktion im Jugend- und Kulturzentrum „W3“ in Holzgerlingen statt. Unser ehemaliger Waldhaus-Kollege Yasin Akyüz kam dafür extra von Augsburg zu uns, um einen Storytelling- und Breakdance-Workshop mit uns durchzuführen. Im ersten Teil (Storytelling) hat Yasin rund 20 Jugendlichen von seiner Herkunft und Identität erzählt und ist auch auf seine beruflichen Höhen und Tiefen eingegangen.
Mit dem Storytelling-Format soll jungen Menschen authentisch vermittelt werden, dass wir alle „unsere Päckchen zu tragen haben“ und dass kaum ein Lebensweg nur geradeaus führt. Die Message an die Anwesenden war klar: Sollte man auch mal einige Hürden bewältigen müssen, kann man seine Ziele dennoch erreichen, wenn man dranbleibt und nicht aufgibt!
Es folgte Teil 2 (Breakdance): Da Yasin in seiner Jugend zum Breakdance gekommen ist und er aus diesem Sport immer wieder neue Kraft geschöpft hat, durften alle interessierten Jugendlichen anschließend beim Breakdance-Workshop ein paar coole Moves erlernen. – Alle hatten großen Spaß! – Aber sie mussten auch feststellen, dass es ganz schön anstrengend ist!
„How to be real“:
„Real Talk“ mit Reza an der GMS Weil im Schönbuch
Am 26. Mai haben wir unseren Kollegen Reza, der in der Waldhaus Jugendhilfe in der Inobhutnahme-Gruppe (ION) tätig ist, zu einem „Panel-Talk“ an die Gemeinschaftsschule (GMS) Weil im Schönbuch eingeladen. Dort waren alle siebten und achten Klassen anwesend und hörten gebannt zu.
Reza hat ein bewegtes Leben hinter sich. Er berichtete von seiner Flucht aus dem Iran und von Hürden, die ihm in seinem bisherigen Leben begegnet sind. Auch seinen beruflichen Werdegang hat er geschildert und wie er ihn über viele Stationen schließlich zur Jugendhilfe gebracht hat. Mit seiner ehrlichen Art konnte er die Jugendlichen erreichen und aufzeigen, wie viel Hilfe und Unterstützung es in Deutschland gibt, mit denen alle einen guten Weg durchs Leben finden und sich beruflich gut orientieren können.
„How to be real“:
„Stencil“-Workshop in Weil im Schönbuch
Am 20. Februar gab es im Jugendhaus NEON einen kreativen „Stencil“-Workshop. Dabei konnten Jugendliche mit Schablonen und Textilfarben Beutel und T-Shirts im Graffiti-Style kreativ gestalten. Währenddessen tauschten wir uns über ihre Handynutzung aus, wie viel Zeit sie dort verbringen, welche Plattformen sie nutzen und ob und wie stark die Nutzung von ihren Eltern eingeschränkt wird.
„Kitchen Stories“ im Jugendhaus Phoenix (Waldenbuch)
Drei Abende, drei ganz unterschiedliche Gäste kochen gemeinsam mit Jugendlichen! – Sie erzählen beim gemeinsamen Essen von ihrem Lebensweg, berichten über Höhen und Tiefen sowie von Hürden und möglichen Erfolgsgeheimnissen. Mit dabei waren der Waldenbucher Bürgermeister Chris Nathan, der frühere Jugendhausbesucher und heutige IT-Projektleiter Thaer Agel, der Waldenbucher Schulleiter und ehemalige Ringer Jan Stark.
Streetdance-Tanzworkshop im Jugendcafé „Siesta“ in Leonberg:
- Ein paar neue Moves kennenlernen?
- Oder sich trauen, etwas ganz Neues auszuprobieren?
- Egal – hier waren alle willkommen!!
Escaperoom „Stoppt Dr. Elly!“ im Jugendhaus Phoenix (Waldenbuch)
Alleine kommt hier niemand raus! Aber wenn alle Teilnehmenden jeweils die eigenen Fähigkeiten in die Waagschale werfen und sich aktiv beteiligen, hat Dr. Elly keine Chance.
Klassenprojekte mit dem Methodenkoffer „How to be real“
In Waldenbuch haben insgesamt 12 Einheiten á 90 Minuten in den drei 7er-Klassen zum Thema „How to be real“ stattgefunden. Gemeinsam wurde das Arbeitsheft durchgearbeitet und Stärken, Schwächen und Interessen herausgearbeitet. Alle erprobten sich in Teamspielen erprobt und übten soziale Kompetenzen ein. Auch in vielen anderen Schulen, an denen wir vom Waldhaus in der Schulsozialarbeit tätig sind, fanden ebenfalls Klassenprojekte im Rahmen von “Htbr” statt.
Alpakaspaziergang vor den Abschlussprüfungen
Dieses Jahr versuchten die Waldenbucher eine ganz andere Art der Entschleunigung am Tag vor der ersten Abschlussprüfung. Alle Schüler:innen konnten während eines Spaziergangs zusammen mit den lustigen Fellnasen den Kopf auslüften und so auf andere Gedanken kommen.
Spieleconvention in Altdorf und in Waldenbuch
Die direkte Gegenüberstellung von digitalen und analogen Spielen! – Kinder und Jugendliche konnten hier erleben, in welchem Kontext sie wie spielen und welche Unterschiede es zwischen diesen beiden Spielewelten gibt.









